Stiftung Studium Academicum

Die Stiftung entstand auf Privatiniative einiger reformierten Pfarrer.
Sie hatten das Ziel, die fast ganz und gar fehlende Laienausbildung
aufzubauen.
Durch die Organisation von Seminaren, Kurse und Weiterbildungskurse
will die Stiftung dazu beitragen, daß Dienstpersonal, Gemeindearbeiter
und alle anderen praktizierenden Christen zusammen auf die Fragen
und Anforderungen unserer modernen Zeit mit Gottes Willen im Einklang
stehende Antworten suchen. Mittlerweile haben sich einige Römisch-Katholische
Priester und manche – im kirchlichem Sinne genommen - Laien
ohne Rücksicht auf ihre konfessionelle Angehörigkeit der Tätigkeit
der Stiftung angeschlossen.
Der berühmte christliche Schriftsteller Ives Cognar schildert ironisch
in einem seiner Werke die Situation der Kirche. Die Laienmitglieder
würden für die christliche Mission nichts anders tun, als den Predigten
hingebungsvoll zuhören, die Sakramente entgegennehmen und die Tasche
öffnen, wenn sie von der Kanzel aus dazu aufgefordert werden.
Natürlich könnten wir uns mit Recht gegen diese Schilderung wehren.
Aber die Frage ist ob wir schon etwas dagegen unternommen haben?
Haben wir selber schon konkrete Antworten auf soziale, gesellschaftliche
und ethische Fragen gesucht? Haben wir versucht uns, unsere kirchlichen
Dienstleistenden und Mitglieder (die Laien) aus- oder weiterzubilden,
damit das Evangelium sich besser und wirksamer verbreite und der
christliche Gesichtspunkt in unserer Gesellschaft wahrgenommen wird?
Begonnen hat die Arbeit mit einigen begeisterten und entschlossenen
Menschen, die Zeit und Geld für den Aufbau der Idee eingesetzt haben.
Die organisierten Weiterbildungen, in denen die heikle kirchliche
und gesellschaftliche Fragen in Rede gestellt werden können. Frei
von politischen oder konfessionellen Abhängigkeiten und trotz unterschiedlichen
Bekenntniss-, Geschlechts- oder Volkszugehörigkeit werden Wege der
Zusammenarbeit gesucht.
Die Stiftung Studium Academicum bietet Raum und Möglichkeit für
das gemeinsame Durchdenken der anregenden Fragen. Hinzugezogene
Experten helfen uns, Antworten zu finden.
Beim Beginn der Tätigkeit der Stiftung Studium Academicum, verfügte
sie über nichts. Sie hat kein gut asgebildetes Personal gehabt,
verfügte über kein solches Gebäude wo die Programme hätten ablaufen
können und sie besaß keine für die Tätigkeiten benötigten Fonds.
Sie war aber mit einigen sehr begeisterten, entschlossenen Mitgliedern
gesegnet, die mit Glauben und Hingabe den freiwillig angenommenen
Dienst begeistert angefangen haben und die weder Zeit noch Kraft
ersparend, oft eigenes Kapital geopfert eine Reihe von Seminarien,
Konferenzen und anderen Ausbildungen auf den Weg brachten. Mittlerweile
ist den Mitgliedern der Studium Academicum gelungen, solche opferbereite
Organisationen und Mitarbeiter zu finden, die, die Wichtigkeit der
vorgenommenen Ziele erkennend, zur Tätigkeit der Stipendium entweder
mit Spenden oder mit Eigenleistung, Organisierung der Programme,
beigetragen haben.
Wir möchten die Funktion eines solch unabhängigen Forums sichern,
die frei von jeder politischen Abhängigkeit und interkonfessionellen
Plänkelei ist, und in dem unsere Gesellschaft und Kirchen spannende
Fragen ruhig gestellt, besprochen werden können und trotz unserer
Bekenntniss-, Geschlechts- und Völkerunterschied die Wege der Zusammenarbeit
gesucht werden können.
Die Tätigkeit unserer Stiftung ist behindert. Sie verfügt noch
über kein eigenes Konferenzzentrum. Obwohl die Reformierte Kirchengemeinde
von Osorhei ihr Gemeindezentrum uns zur Verfügung stellt, und wir
ihre Gastfreundschaft noch lange werden genießen können, wäre es
uns eine große Hilfe weenn wir ein eigenes Konferenzzentrum hätten.
Wir hoffen darauf, daß durch die aktive Unterstützung unserer existierenden
und zukünftigen Partner, die schon angefangene Investition ihr Ziel
erreicht und wir unserern Programmen eine würdige Umgebung sichern
können.
Trotz unserer kurzen Vergangenheit haben wir für unsere Tätigkeit
sowohl im Inland als auch im Ausland Anerkennung gefunden. Schon
nach zwei Jahren nach unserer Konstituierung sind wir zum vollberechtigten
Mitglied der Europäischen Akademie, mit Hauptsitz in Brüssel, und
dem Ökumenischen Verein der Laienbildenden Weiterbildungszentren
(EAALCE) gewählt worden. Mit dieser Mitgliedschaft sind wir in den
Kreis der Europäischen Laienausbildung gekommen.

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