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Ethische Fragen

(Euthanasia, Abtreibung, Gentechnologie)

und christliche Antworten in der säkularisierten Europa

In den Begrüßungsworten des zweiten Vorsitzenden der Stiftung - Elemér Szatmári - wurde die Freude ausgedruckt, dass diese Konferenz nach einer dreijährigen Planung in  Erfüllung gegangen ist.

Herr Dr. Leen van der Waal, ehemaliger Abgeordneter des EU-Parlament, hat als Leiter der SGP Delegation, seine Bewunderung der Stiftung Studium Academicum gegenüber ausgedruckt, dass sie solche Fragen zu stellen wagt, die die Gesellschaft am meistens berühren, und dass sie sich auch mit deren Beantwortung und Bearbeitung beschäftigt. Wie er sagte, hat die EU in diesen Fragen kein gültiges Gesetz für alle Mitgliedstaaten. In den Niederlanden wird über ein Versuch, gültige Gesetze auszugleichen, diskutiert.

Herr Béla Csernák (Mitglied des Kuratoriums der Stiftung) betonte in seiner "Andacht“: die Bibel ist keine Alternative, sie ist Pflichtstandpunkt sowohl in sozialen, politischen, wie auch in ethischen Fragen. Der weise Mensch erkennt, dass Gott nicht nur Herausforderung und Folge sondern auch Perspektive ist. Insofern die die an Ihm hoffen, werden nicht beschämt sondern werden in Ihm die Perspektive und die gemeinschaftliche Möglichkeiten erkennen.

Im ersten Vortrag des Seminars - "Respekt des Lebens“ - hat Dr. Sándor Fazakas - Rektor der Glaubenswissenschaftlichen Universität aus Debrecen (HU) - in einer anschaulicher Weise dargestellt, welche Standpunkte die Bibel für das Christentum gibt, und für welche gesunde theologische Standpunkte sie beiträgt.      

Sein Referat wurde in vier Punkten ausgeführt:

  1. Christliches Menschenbild - biblisch-theologische Sichtweise
  2. Menschenrechte und die Medizin
  3. Menschenwürde und Wissenschaft (Embryo- und Gentechnologie)
  4. Euthanasia - Ursprung und Zweck: auf das "gute Sterben“ vorzubereiten oder "gut sterben“

Er hat in seinen Schlussworten betont: "Wenn die Medizinwissenschaft sich von solchen - verborgenen oder offenen - Weltmacht und Heil - Allmacht Vorstellungen unabhängig machen kann, wird sie mit der Hilfe der theologischen Ethik berechtigt rechnen, da sie nicht sich selber sonder der Güte der Menschheit dient.

Herr dr. Ruth Seldenrijk, Biologe, hat einen, im Jahre 1982 in Holland gegründeten Verein vorgestellt (Nederlande Patienten Verainiging), der für den Schutz des Menschenlebens und der Patienten ins Leben gerufen worden ist. Im ersten Teil des Referates "Die Holländische Rechtsgültigkeit in bioethische Fragen“ schilderte er, wie das Holländische Parlament nur mit einer minimalen Mehrheit die aktuell gültige Gesetze genehmigte. Das bewegte die christliche Gesellschaft zur Bildung einer Schutzmechanismus.

Im zweiten Teil seines Referates sprach er in vier Punkten über die Abtreibungsfrage:

  1. Der in der Entwicklungsphase stehender Mensch und das richtige Verständnis der Embryologie
  2. Pränatale Diagnose im Fall der Abtreibung
  3. Möglichkeiten und Ohnmacht im Fall der Frühgeburt
  4. Urzelle und Embryoforschung

Der Staatsekretär des Rumänisches Gesundheitsministeriums Herr Dr, Székely Ervin, hat in seinem Vortrag "Ethische Fragen in der heimischen Gesundheits-Gesetzlichkeit - Bildung und Praxis des Rechtes“ über die Gesetzliche Situation gesprochen, die in Rumänien seit 1990 vorhanden wurde. Er hat gestanden, dass die Praxis durch Gesetzesmangeln oft chaotisch geworden ist.  

Weil - wie er sagte - "es unmöglich wäre alle Mangeln des Gesundheitsgesetzes in solch einem Vortrag zu zerlegen“, bringt er drei solche Themen zum Aufarbeiten, wo die Hilfe der Gesellschaft sehr nötig ist.

  1. Erbreitung der Versicherungspflicht 
  2. Das "Dankgeld“
  3. Der eigenartiger Fall des "mal Praxis“                      

Am zweiten Seminartag sind ungefähr 45 Teilnehmer zusammengekommen. Die Repräsentanten der Zivilsphäre und der Kirchen vom vorigen Tag sind mit einer starker Delegation der Malteser Hilfsdienst samt der Vizebürgermeisterin der Stadt Oradea, Frau Biró Rozália, und mit der Repräsentantin des Regionalen Schuloberrates, Frau Petõ Csilla Fachinspektorin ergänzt worden.

                                                                                 

Herr Dr. Kees Goedhart präsentierte durch seinem Referat "Die Pflege am Rande des Lebens - ethische und praktische Annährung“ eine in Holland schon zugängliche Methode, welche mit Hilfe mehreren Fachkräfte die unakzeptable und vereinfachte Scheinmethode der Euthanasie zu übernehmen versucht.

Das Wesen des "Paliativ Care“-s besteht in der Übernahme der Pflege von unheilbaren, manchmal für Euthanasie bittenden Kranken. Zur Pflege dieser Kranken sichern sie sowohl medizinischen, psychischen wie auch seelsorglichen Dienst. 

Statt der heutigen Praxis "Tage zum Leben geben“ empfehlt er die Lösung des "Leben zu den Tagen Gebens“, da dieses die Liebe der Christen Gott; - und die Verpflichtung dem Leben gegenüber am glaubhaftesten ausdruckt.

Als Ergebnis der Arbeit des "Paliativ Care“ -s zeigt das Gebrauch der Euthanasie in Holland eine sinkende Tendenz.

Der zweite Vortrag des Tages wurde vom Oberarzt und RMDSZ - Rat Dr. Földes Béla gehalten. Am Anfang seines Referates "Medizinethische Fragen in die EU beitretende Rumänien“, druckte er seine christlich-medizinethische Sicht sowie seinen Respekt denen gegenüber aus (an erster Reihe an die Müttern), die das Akzeptanz des Lebens höher werten als dessen Wegwerfen. Als Zeichen dieser Respekt  beschenkte er die anwesenden Frauen mit einem Blumenkorb.

Im zweiten Teil seines Referates rief er die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf die Versuchung des XXI. Jh. auf, wo die Gesundheitsregeln (Medizinwissenschaft, Gesundheitsgesetze, Apothekeindustrie) und die empfohlene Methoden sich oft nach wirtschaftlichen Interessen ändern.

Am Ende betonte er: die heimische Ärztegesellschaft braucht seitens der Kirchen und Christlichen Organisationen sehr dringend einen ethischen Standpunkt und dessen Geltung in den o.g. Fragen.

Das Thema, das das ganze Europa empfindlich berührt wurde von den Anwesenden mit einem kritischen und besorgten Ton diskutiert, es wurde formuliert: es ist nötig einen breiten gesellschaftlichen Zusammenschluss zu bilden mit dessen Hilfe sowohl auf nationalen wie auch auf  europäischen Ebene bekannt gegeben werden kann, dass man bei der Gesetzgebung die christlichen und medizinethischen Standpunkte beachten soll. 

Bei den Besprechungen wurde bemerkt: unsere Anstrebungen sollen nicht nur in Immobilien-, Statuen- oder in der Strukturenschutz sichtbar werden, sondern wir müssen Kraft auch für den Schutz des Lebens opfern.

Herr Dr. Bárányi Ferencz, ehemaliger Gesundheitsminister, wies darauf hin: Den Praxis des Euthanasia kennt schon jeder Arzt, da sie - wenn auch ohne gesetzliche Regelung - passiv schon zum Anhalten des Schmerzen durch das Akzeptanz des Todes beigetragen haben.  

Die Frage muss auch von Ursachen und ursprünglichen Seiten untersucht werden: Warum entscheidet man sich fürs Unterbrechen, Wegwerfen oder Abschluss seines Lebens? Abtreibung, Euthanasia und Gentechnologie sind meistens Ergebnisse - Entscheidungen des seelischen Zustandes des Menschen. Auch auf diesen medizintechnischen Übungen muss die Kirche durch Wissenschaft und durch die Praxis der Seelsorge eine Antwort geben - lautete eine andere Bemerkung.

Wie können die Theologie die christliche Werte in der EU Geltung finden? Hat die christliche Theologie Mitrederecht und Einfluss in die Gesetzeswelt der EU? - lautete noch eine andere Frage.

Es ist auch der konkrete Anspruch formuliert worden: die Stiftung Studium Academicum soll mit all seinen bestehenden Möglichkeiten eine konkrete Rolle in der ethischen Erziehung von Schülern und Studenten sowohl in der offiziellen Erziehungszeit wie auch durch die Organisierung von Generationsfachkonferenzen übernehmen.

Der Schlusspunkt der Konferenz ist die Zustimmung einer von der Stiftung Studium Academicum vorgeschlagenen Stellungnahme gewesen, deren Veröffentlichung die Stiftung übernommen hat.

Stellungnahme

In seinen Schlussworten hat Herr Dr. Leen van der Waal, den Zusammenschluss  einer solcher Konferenz, die  die Zivilsphäre, die Kirche und das Politikum mit dem Zweck eine gesunde, christliche und lebenswürdige Gesellschaft zu formen mit einbezieht, als Vertrauenswert bezeichnet.

Szatmári Elemér druckte seine positive Überzeugung darüber aus, dass wir an dieser Konferenz, durch die Vorträge, die Bemerkungen und nicht zuletzt durch die Stellungnahme, zur Reformationswoche würdig geworden sind. Das Wochenende hat über einen Zusammenschluss bezeugt, der sowohl menschlich wie auch christlich unerlässlich ist.