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Glaube, Wissenschaft, Naturwissenschaft

Das erste Seminar von 2006 der Stiftung Studium Academicum wurde im Zentrum "Posticum“ von Oradea organisiert und es wurde mit großer Interesse wahrgenommen.

Die 65 Teilnehmer wurden vom zweiten Vorsitzenden der Stiftung, Szatmári Elemér begrüßt. Wie er sagte, die Tat, dass das Zentrum "Posticum“ seine Räume zur Verfügung stellt, bestätigt die gute Zusammenarbeit der beiden Instituten.

Der katholische Pfarrer, Herr Bruncsák István, hielt die Andacht über - Johannes 4. - das Gespräch zwischen der Frau am Jakobsbrunnen und Jesu. Er rief die Aufmerksamkeit der Teilnehmer auf die Tat auf, wie ein Gespräch über ein konkretes Thema mit Jesu Hilfe zum Hauptziel kommt, nämlich zur Definierung der Menschenheilung.

Über die Beziehung zwischen der vorgelesenen Geschichte und dem Thema der Konferenz stellte er fest: Der Dialog zwischen Glaube und Naturwissenschaft erinnert uns oft an die Personen aus der biblischen Geschichte: während in einem bestimmten Thema (in der biblischen Geschichte im Thema Wasser) die Glaube beziehungsweise die Theologie die eine Seite hervorhebt, hält die Naturwissenschaft eine völlig Andere für wichtig. Die zwei Sichtweisen zu einem Nenner zu bringen, wie schon in der biblischen Geschichte der Fall ist, müssen das Misstrauen, die Demütigung des Anderen und das Übereinander- statt Miteinanderdiskutieren besiegt werden.

Der Redner hat in seinem Schlussworten zusammengefasst: Jesus interessiert sich in erster Linie für den Person "Forscher“, und nicht für die Forschung in dem  Person. 

Dr. Szilágyi Béla, Physiker-forscher der Albert Einstein Institut aus Potsdam erzählte, als er den Titel seines Referates bekam, überraschte er ihn. Der Titel ...Und sie werden Lichter an der Feste des Himmels deutet eher ein astronomisches Referat an, und das hat mit seinem Arbeitsbereich nichts zu tun.

Der Referent stellte bildlich - mit Bilderillustrationen - einige Seiten des Universums, darunter auch das Planetensystem der Erde vor. Am Ende dieser Vorstellung kam er mit Überzeugung zur Schlussfolgerung: wenn wir das Universum erforschen und beobachten, können wir berechtigt vermuten, dass das Wunder, dessen Schönheit und Ordnung wir teils kennen dürfen, die Schöpfung eines Gottes ist, der Freude an der Schönheit und an der Ordnung hat.  

Als Schlusswort des Referates betonte er: Im Bezug auf die Evolution und den Urknall lohnt sich darüber nachzudenken: in einem Raum, wo Unordnung (Chaos) herrscht, kann Ordnung in zwei Wegen geschafft werden: Entweder durch einen Person der alles auf seinen passenden Platz stellt, oder durch Einwurf einer Granate, wo durch die Explosion Alles auf seine gut bestimmte Stelle hinzufliegen schafft. Er selber glaubt an der ersten Variante, und dadurch an einem Schöpfer Gott der Freude in der Schönheit und Ordnung hat.

Nach dem Referat formulierten die Zuhörer ihre Fragen, worauf der Referent mit seiner christlicher Überzeugung geantwortet hat.

Das zweite Referat der Konferenz wurde von Kodácsy Tamás - wissenschaftlicher Mitarbeiter der Jesenius Zentrum aus Budapest, Theologe, Pfarrer, Mathematiker und Programmierer - gehalten. Der Titel des Referates war "Cogito, ergo mundus talis est“- Ich denke, so ist die Welt also.

Am Anfang machte der Referent klar, er hat versucht den Titel des Referates für den Leser motivierend und nicht erschreckend zu formulieren. 

In seinem Referat redete er sowohl über die Zusammenhänge von Glaube, Wissenschaft und Naturwissenschaft wie auch über die kosmologisch-anthropologische Prinzipien.

Im Zusammenhang mit dem vorherigen Referat stellte er fest: Wenn die physische Permanenten, die die physische Gesetze bestimmen, nur minimal anders wären wie sie sind,  könnte keine Welt existieren, es könnte kein Leben vorhanden sein.

Wieso sind wir da? Wieso leben wir in einer Welt die uns erlaubt von uns erforscht zu werden? Wieso dürfen wir durch unsere Forschungen beobachten, dass die Welt so ist wie wir sie erfahren? Diese Fragen lassen uns erahnen, sie ist nicht eine Welt die den Menschen verbieten würde von ihnen erforscht zu werden. Dadurch erscheint in der Beschreibung des Weltbildes bedeutend die Sicht des Beobachters.

Der Referent präsentierte einem Zitat entlang seinen Ausgangspunk, wonach er sein Referat hielt: "...man kann  ein  Phänomen  antrophisches Prinzip nennen, wenn die Ergebnisse unserer Beobachtungen durch die Bedingungen begrenzt werden, die für unsere Anwesenheit als Anwesenheit des Beobachters erforderlich sind. (Unser Stand ist zwar nicht zwangsläufig Zentral, sie ist einiger Maßen dennoch ausgezeichnet.)“ Brandon Carter, 1970. 

Die Fragen nach dem Referat und die gegebene Antworten überzeugten uns, dass das Thema so vorgestellt wurde, dass es auch Antworten auf bisher weniger bekannten Thesen gegeben hat.

Balogh Barnabás bedankte sich bei den beiden Referenten da Sie haben durch ihre Vorträge dazu beigetragen  dieses spannende Thema besser kennen zu lernen und es zu vertiefen. Es war ein Anlass  - betonte er - darüber nachzudenken die beiden Referenten auch ein nächstes Mal einzuladen, aber auch andere empfindliche Themen unserer Gesellschaft an kommenden Konferenzen der Stiftung Studium Academicum zu besprechen.