Das Verhältnis vom Glauben und Wissenschaft -Seminarrundreise mit Pfr. Hermann Hafner
Die Stiftung Studium Academicum und die Karl-Heim-Gesellschaft aus Deutschland sehen die Möglichkeit einer Zusammenarbeit in der Organisierung verschiedener gemeinsamen Seminaren.
Nun, fand die erste siebenbürgische Seminarreise von Pfr. Hermann Hafner, ehemaliger Geschäftsführer der Karl-Heim-Gesellschaf,t statt.
2. September 2006 - Temeschburg
"Albert Einstein und die Religion“, war der Titel des Referates in der kleinen Pfarrgesellschaft der Diözese Temeschburg. Die Anwesenden folgten die Einführungsworte im Gemeindehaus der Lutherischen Kirchengemeinde aus Temeschburg mit großer Interesse.

Das Weltbild und das Religionsverständnis Albert Einsteins lässt eine besondere und tiefe Suche erahnen, die ihn bis zum Lebensende begleitete.

"Ein religiöser Mensch ist demnach in dem Sinne gläubig, dass er nicht zweifelt an der Bedeutung und Erhabenheit jener außerpersönlichen Inhalte und Ziele, die einer verstandesmäßigen Begründung weder fähig sind noch bedürfen..."

Das Seminar, das in einem kleinen Kreis gehalten wurde, endete in tiefgehenden Gesprächen, das nach dem offiziellen Abschluss auch während der Agape - Mahl fortgesetzt wurde.
3. September 2006 - Klausenburg
Treffpunkt in Klausenburg war die Reformierte Kirchengemeinde "Bulgáriatelep“. Gemeindemitglieder und einige Pfarrer nahmen nach dem Abendgottesdienst an dem Seminar teil.
"Berufung - Von der Stellung des Menschen in der Welt“ Die nahebei missionarische Feststellungen des Sprachwissenschaftlers, Juristen und Sozialforschers, Eugen Rosentock-Hussey ließen tiefe Spuren in der Zuhörerschaft.
"Wir müssen den einen Gott, der uns zu sprechen erlaubt, zu unterscheiden lernen von den vielen Göttern, die uns zwingen.“
"Dank der Scheidung zwischen Zwang und Ruf lassen sich Götter und Gott unterscheiden.“
Wegen Zeitmangel, gab es keine Möglichkeit für weiterführenden Gespräche, aber als Zeichen derInteresse baten die Anwesenden, um die schriftliche Version des Vortrags.
4. September 2006 - Neumarkt
Gemeindemitglieder und Pfarrer füllten den Gemeindesaal der Ref. Kirchengemeinde "Cserealja“ aus Neumarkt.
Das Seminar -"Die biblische Sicht des Menschen, angesichts unserer Fragen zur Gentechnik“ - zählte einige grundlegende Gedanken auf, wie: "Der Mensch - Geschöpf in Gottes Schöpfung“; "Die Weisheit des Menschen und ihre Grenzen“; "Der Mensch in der Versuchung durch Wissenschaft und Technik“.
Somit stellte sich die nächste Frage: Ist die Wissenschaft ein zwanghafter Griff nach den Sternen, den Atomen und den Genen, mit dem wir alles in den Griff bekommen wollen?Im weiterführenden Gespräch wurden theologische, ethische Fragen gestellt und besprochen.
Durch eine ethisch-wissenschaftliche Deutung der Geschichte vom Turm Babel, fasste der Referent am Ende zusammen: "Wo die totale Wissenschaft ausbricht, da gerät das Leben in die Krise!“
5. September 2006 - Zalau
Eine kleine Schar besuchte das Seminar in Zalau, das zusammen mit dem EC -Verband organisiert wurde.


"Ihr werdet sein wie Gott ... Der Mensch zwischen Wissen und Nichtwissen“. Das Seminar unter dem erwähnten Titel, stellte die biblische Erzählung von der Versuchung durch den Traum vom Wissen vor.

In der Geschichte der Sündenfall ist folgendes Prozess zu erkennen:
- Wir fangen an zu überlegen...
- Welche Grenzen hat das Gebot?
- Was ist dran? Was steckt dahinter?
- Und wenn es das Gebot nicht gäbe...?
- Alles wird denkbar...
- Wir probieren es aus...
- Der Traum vom Wissen lockt...
- Der Erfolg: ernüchterndes Wissen, Scham, Furcht, Verstecken, Verlust des Paradieses
- Eigentlich hätten wir es wissen können...
6. September 2006 - Satu-Mare
Es war eine Gelegenheit des Frauenbundes der ref. Kirchengemeinde "Szatmár Szamosnegyed“. Es nahmen Jugendliche, Erwachsene, Presbyter und, selbstverständlich, Mitglieder des Frauenbundes teil.


In seinem Vortrag, "... und ihm allein dienen!“ - Aspekte zu einem biblisch geklärten Umgang mit dem technischen Fortschritt“, suchte der Referent u.a. eine Antwort auf die Frage, was motiviert die technische Entwicklung?

Folgende Antworten wurden formuliert:
- Praktischer Bedarf fürs Leben
- Bedarf an neuen oder verbesserten Arbeits-Techniken
- Bedarf an Kriegs- und Rüstungstechnik
- Traum von der Weltherrschaft
- Traum von Pracht, Größe und Rekorden
- Geschwindigkeitsrausch, Traum vom Fliegen
- Faszination der Technik und der Automatik
- Traum, uns selbst und unsere Fähigkeiten nachzubauen
- Faszination und Interesse der Verbraucher
- Eingeführter technischer Fortschritt wird objektiv unentbehrlich
- Der Konkurrenzkampf der Firmen und der Staaten
- Der Ehrgeiz oder auch die Notwendigkeit, die anderen zu überflügeln oder ihnen zuvorzukommen
- Der Zwang nachzuziehen, wenn andere erfolgreich neue Techniken eingeführt haben

Der Vortrag, der anhand von Mt. 4, 8-11 ("Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen.“) das Thema analysierte, stellte fest: Man kann zwecks Weltherrschaft nicht alles aufgeben, gleichzeitig aber, darf man die Entwicklung nicht dem Glauben entgegensetzten.

Nach der Seminarrundreise stellte man fest: Die Stiftung Studium Academicum und die Karl-Heim-Gesellschaft hält eine weitere Zusammenarbeit in Organisierung verschiedener Seminare für möglich.
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