Rumäniens Eintritt in die Europäische Union
Durch die Konferenz "Erwatungen und Möglichkeiten in Rumänien nach dem EU - Eintritt“ von 13. Oktober 2006 in Fugyivásárhely, ist die Stiftung Studium Academicum und der holländische SGP zu einer neuen Kapitel seiner Zusammenarbeit angekommen.
Nach der Eröffnung der Konferenz und den Grußworten, hielt Pfr. Gyula Borzási die Biblische Einführungsworte. Entlang der Moderation von Pfr. Béla Csérnák wurden verschiedene Seminare betreffs des Tagesthema gehalten.

Henk Jan van Schothorst - SGP Vertreter der Außen - Komitee der Europäischen Union -, hat die wichtigste Meilensteine der Geschichte der EU skizziert. Er zeigte auf die Gegebenheiten, durch die Rumänien und Bulgarien noch "rechtzeitig“ den Mitgliedstaaten beiträt.
In seinem Referat "Der Bericht der EU - Komitee in Sachen Aufnahme Rumäniens unter die EU Mitgliedstaaten“ richtete er unser Augenmerk auf die Schwierigkeiten, mit denen die Beitrittsländer rechnen müssen. Nach der Meinung von Herr Schothorst braucht man dazu viel Kraftanstrengung, weil die Bürger der Mitgliedstaaten, nehmen die Beitrittsabsichten neuren Ländern mit immer wachsendem Vorbehalt an.
Welche Rolle hat und kann die Kirche, darunter speziell die kirchliche Hilfsorganisationen, innerhalb der EU haben? Entlang dieser Frage gelang Pfr. Barnabás Balogh zu seinem Referat: "Aufgabe und Zukunft der Hilfsorganisationen nach dem Beitritt Rumäniens in die EU“. Er betonte die äußerst wichtige Rolle der kirchlichen Diensten dieser Art.
Seiner Worte nach, werden auch in der EU sozial Benachteiligte Menschen geben, noch mehr, die Kluft unter den verschiedenen Gesellschaftsschichten wird immer tiefer. Über die entstehende Kluft soll das Soziale Netz ausgespannt werden, dessen wichtiges Kettenglied die karitative Tätigkeit der Kirche ist.
Das Erkenntnis dieser Aufgabe steht nicht nur in der Interesse der Kirchen, sie ist gleichzeitig Aufgabe des Staates und der Reichen. Die Ungarisch Reformierte Kirche Rumäniens, soll mit der Beachtung dieser Punkten, seinen Hilfsdienst innerhalb der Europäischen Union ausbauen.
Fragen und Beiträge tönten auf aus der Reihe der Zuhörer.

Nach einer kurzen Kaffeepause, sprach Herr Rinus Houtman, ehemaliger Gouverneur von Süd-Holland, anhand eigener Erfahrungen, über die holländische Charakteristiken der Minderheitsfrage.
Er betonte in seinem Referat "Regionale und örtliche Minderheitspolitik“, dass die holländische Minderheiten Nachkommen von Einwanderer sind. Ihre Integrität in den holländischen Alltag hing und hängt immer noch mit viel Schwierigkeit zusammen, die sich aus dem Unterschied der kulturellen und religiösen Tradition ergibt.
Als Gouverneur hat er mehrere Programme ausgeschrieben und durchgeführt, die die Integrität der Minderheiten bezweckten. Mit Wohnung, Lehr und Sprachprogramme versuchten sie dazu beizutragen, dass Minderheiten ihren Platz in der holländischen Gesellschaft finden. Wo das Versuch nicht gelang, wuchs sprunghaft die Kriminalität und der Rauschgiftkonsum. In Interesse der Vermeidung der Kriminalität und Drogenkonsum, sowie der Verminderung von esellschaftlichen Spannungen, empfählt der Referent die Fortsetzung der schon existenten Programmen bzw. deren Ergänzung mit neueren Programmen. Die Originalität, die Ehrliche Stimmung des Vortrags, erntete große Anerkennung unter den Zuhörern.

Béla Markó, Vertreter des Rumänischen Ministerpräsidenten, sprach über die rumänische Minderheiten. Titel seines Vortrags war: "Die Zukunft der Minderheit, der Politik und der Wirtschaft in Rumänien nach der EU Beitritt“. Er betonte, die rumänische Minderheiten als Staats-Gründende Minderheit, unterscheiden sich auch ihren Herkunft und Qualität von den holländischen Minderheiten.
Er sprach über die Ängste wie z.B., es würde nach der EU Beitritt eine Art Erstarrung in den Minderheitsfragen eintreten, und die ungarische Minderheit wird bei dem Schritt stehen bleiben, die sie vor der Mitgliedschaft erreicht hatte.
Nach Meinung des Referenten ist diese Angst nicht berechtigt. Die Minderheitsfrage ist ein Prozess, und in diesem Prozess gibt es auch nach dem Eintritt Möglichkeit für die Verbesserung der Zuständen der Betroffenen. Einige Fragen lösen sich nach der Beitritt von sich selbst, an anderen wiederum muss man noch sehr viel arbeiten. Durch die Öffnung der Grenzen verwirklicht sich die ungarisch-ungarische Wiedervereinigung. Auf die Autonomie von Seklärland muss man noch warten, aber auch diese Bestrebung wird beim Ziel ankommen.

Nach den Vorträgen konnten die Teilnehmer der Konferenz Fragen an den Referenten stellen. Sie führten zur besseren Verständnis der Einzelheiten. Fragende und Antwort-Geber waren sich einig, dass in den Minderheitsfragen weiterhin viel Unsicherheit, Angst vorhanden ist, aber es wird erhofft, dass die Europäische Union den zutreffenden Rahmen sichert für die friedliche und beruhigende Lösungen dieser Fragen.
Nach Abschluss der Konferenz, konnte man in der Gesellschaft der 30 Teilnehmer und der Referenten das Gespräch bei gedeckten Tischen weiterführen.
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